• Kevin Drewes

Reiner Meutsch und seine Stiftung FLY & HELP feiern 600. Schuleinweihung


© FLY & HELP

Alles begann mit einer Weltumrundung und einem Traum. Reiner Meutsch hatte es sich 2009 zum Ziel gesetzt, in zahlreiche Länder der Erde zu reisen und dabei die ersten Schulen zu eröffnen. Nach zehn Monaten, die den Herzensmensch in 77 Länder auf 5 Kontinenten führten, kehrte er in den heimischen Westerwald zurück – der Beginn von FLY & HELP und einer einmaligen Erfolgsgeschichte. Nun wurde nach rund 13 Jahren die bereits 600. Schule eingeweiht…


Im Rahmen der aktuellen Reise verschlug es die Delegation rund um Reiner Meutsch in den Norden Namibias um die 600. Schuleinweihung zu feiern. Mit einem Cessna-Flug und einer Jeeptour ging es mitten hinein in das entlegene Kaokoveld. Für viele Menschen hier kaum vorstellbar, doch die Leute dort leben mitten im Nichts. Es sind schwere Lebensbedingungen und es fehlt an allem. Doch nun wird ihnen dank Reiner Meutsch und seiner Stiftung FLY & HELP sowie der Firma Leitner Reisen, die die Einrichtung spendeten, ein ganz großer Lichtblick geschenkt.



© FLY & HELP

Die Schüler gehören zum Großteil der Ethnie der Ovahimba an, die mittlerweile Halbnomaden sind. Zunehmend bestand der Wunsch, ihre Kinder zur Schule zu schicken. So kam während der Schuleröffnung ein alter Mann des Stammes auf Reiner Meutsch zu, nahm seine Hand, dankte ihm für die Hilfe und sagte: „Bildung ist die beste Voraussetzung zur Erhaltung unserer Kultur!“. Schulen sind im Kaokoveld nicht nur Schulen, sondern auch Sozialstationen, in denen die Kinder während der Schulzeit leben und betreut werden, da Teile der Familie oder auch die gesamte Familie mit ihren Herden auf Wanderschaft ist.

Keine Frage, immer wieder nimmt die Stiftung große Anstrengungen auf sich und reist in die entlegensten Gegenden der Erde. Und das um Kindern eine Zukunft zu ermöglichen. Für Reiner Meutsch ist das Erreichen des jüngsten Meilensteines ein „unglaubliches Gefühl“. Gegenüber Andreas Meißner, der die Schuleinweihung in bewegten Bildern festhielt, äußerte sich der Stiftungsgründer begeistert: „Mein Lebensziel war ja, fünf Schulen bauen zu lassen, dafür Spenden zu sammeln. Die Kosten wollte ich alle auch selbst übernehmen und mir zwanzig Jahre Zeit nehmen. Dann wären es 100 Schulen. Jetzt steh ich hier im Kaokoveld, eine der ärmsten Regionen Namibia, wenn nicht sogar Afrikas.“ Ganz großes Kino!


Wer selbst etwas beitragen möchte, kann jederzeit auf der Webseite von FLY & HELP spenden. Ein Schulbau kostet rund 50.000 Euro. Auch wer mit Prime Promotion reist, unterstützt die Stiftung.