• Kevin Drewes

Nordlichter und Ballermann-Stars rissen bei der Schlagerwelle ab

Der erste Abend der Schlagerwelle am Weissenhäuser Strand bot schon einige Highlights und war ein voller Erfolg. Doch das war noch nicht alles, denn am Samstagabend ging es in die nächste Runde. Und die Sause hatte es ebenso in sich…


Mit dem imposanten „Tschüss Niveau“ – Intro legte die Chaosteam Partyshow los und wurde direkt mit einem lauten Klatschorchester empfangen. Keine Frage, die Feierwütigen waren heiß wie Frittenfett. Das Repertoire der beliebten Partygruppe begeisterte zwischen den Acts mit großer Vielfalt. So wurde bei dem Knaller-Duett „Wa Wa Wahnsinnig“ von Alex Engel und Ina Colada ordentlich geschunkelt, Hits wie „Verdammt, ich lieb dich“ lautstark mitgesungen und spätestens beim Fliegerlied das Zirkuszelt in ein Tollhaus verwandelt. Während Tom van Dahl erneut all seine Performance-Qualitäten auspackte und die Luftgitarre erklingen ließ, glänzte Marcel Sieckmann als Ikke Hüftgold – Double und schwankte überragend - mehr sogar als manch ein Zuschauer. Keine Frage, die gute Laune des Chaosteams steckte an.


Wo wir gerade beim Ballermann sind: Malle-Star Axel Fischer hatte ganz offensichtlich auch so richtig Bock und glänzte mit großer Spielfreude. Neben seinem Jahrhunderthit „Amsterdam“, den er als Zugabe nochmal A Capella präsentierte, brachte er die Frauenherzen mit dem Backstreet Boys – Kracher „Tell Me Why“ komplett zum Schmelzen. Mit „Coco Jambo“ ging es in den 90ern weiter, bei dem das Publikum ebenfalls voll mitging. Oben drauf gab es seine Version von „Griechischer Wein“. Was für ein bärenstarker Auftritt.


Und wer dachte, das ist nicht mehr zu toppen, hatte nicht auf dem Zettel, dass Mickie Krause noch kommen sollte. Unnachahmlich und mit der klaren Mission, die Hütte komplett abzureissen, holte er alles aus den Feierwütigen raus, die inzwischen schon einige Stunden Hackengas gegeben hatten. Neben Malle-Krachern wie „Schatzi schenk mir ein Foto“ und „Kann ich so nicht sagen müsst ich nackt sehn“ überzeugte auch seine neue Hymne „Für dich“. Die Gesänge der Fans dürften über die Ostsee bis nach Dänemark geschallt sein…


Vom nicht allzu weit entfernten Hamburg reisten die Junx an, die seit Jahren ebenfalls auf der Schlagerwelle nicht mehr wegzudenken sind. Mit Hyperantrieb stürmte das Duo auf die Bühne, um als Erstes ihren neuen Kracher „Seelenmenschen“ zu performen, der direkt zündete. Neben einem Hit-Medley anderer Künstler gab es natürlich auch auch die neue Spitzenversion von „Schau nach Oben“ für welche Tom van Dahl zusammen mit Dirk Fiebich mitverantwortlich ist, der im Graben voller Leidenschaft mitperformte. Und auch das Publikum schien der Song sehr zu gefallen. Die Vollblutmusiker sprangen über die Bühne als wären sie knackige zwanzig Jahre alt und schafften es, Mickie Krause die perfekte Steilvorlage zu liefern.



Fast schon ein Heimspiel hatte das Helene Fischer – Double Barbara, die mit „Flieger“ direkt zum Abheben bereit machte. Neben weiteren neueren Hits wie „Herzbeben“ hatte die Heiligenhafenerin auch Klassiker wie „Ich will immer wieder… dieses Fieber spürn“ an Bord und heizte den Feierwütigen mit toller Performance so richtig ein.


Mit großartiger Band war Achim Petry am Start, der vor allem mit Wolle-Hits wie „Wahnsinn“ und „Weiß der Geier“ eine erstklassige Show hinlegte. Dabei konnte er nahezu machen was er wollte, die Fans feierten jeden Titel lautstark. Auch seine sehr starke Band erhielt mehrere Solo-Einlagen, die feinste Rockklänge boten. Keine Frage, der Sänger und seine Jungs sind ein eingespieltes Team, die auf diesen Auftritt so richtig brannten. Wenn mitten an der Ostsee „Wir sind das Ruhrgebiet“ mitgegröhlt wird, ist das schon kurios. Oder auch normal, denn die Schlagerwelle ist nun einmal der Wahnsinn. Da freut man sich schon direkt auf das kommende Jahr. Denn da gehts am 4. Bis 6. November 2022 weiter!