• Kevin Drewes

Mave O'Rick: Revolutionäres Liveprogramm sorgt wahrlich für ein „Tohuwabohu“


© Moritz Schleiffelder

Jeder Mensch ist einzigartig. Und solch ein Live-Programm wie Mave O'Rick es mit seinem „Tohuwabohu“ auf die Beine gestellt hat, gab es auch noch nie. Einige Comedians lockern ihr Programm gelegentlich mit ein paar Songs auf. Mave hingegen gelingt der Geniestreich, eine beeindruckende Mischung aus der Performance von Songs und Stand-Up-Comedy-Elementen geschafft zu haben und daraus auch noch eine runde Geschichte zu zaubern. Daher ist es schwer zu sagen, was die Zuschauer erwartet. Eines können wir jedoch garantieren: Langeweile wird zu keiner Zeit im Publikum herrschen. Bei der Weltpremiere in Landau herrschte in jedem Fall beste Laune und Begeisterung. Und für Josy (Insider: Unbedingt den Instagram-Kanal von Mave und seiner „Zeppelin“-Kollegin Josephine verfolgen…) gab es sogar ein leckeres grünes Likörchen – damit war die Interaktion mit dem Publikum auch erfüllt…


Schon in der Begrüßung machte Mave schnell klar, dass es anders wird. So fängt sein Programm einfach hinten an - mit dem Titel „Adieu“. Gehen wollte heute jedoch noch keiner, denn die Neugier und Spannung war groß. Ein Insider versteckte sich zudem gleich am Anfang: Die schwedische Flagge ist eine Anspielung auf Maves Paraderolle in „Zeppelin“. Allgemein ist das Programm sehr persönlich, dabei plaudert Mave immer wieder aus dem Nähkästchen. So ist er auch ein großer Fan der ZDF-Hitparade. Unterstützt wurde Mave von Lars am Schlagzeug sowie Dani Weisenburger (bei dem Song „Freiheit“ und stellvertretend für Saskia auch bei „Grunge“.)


© Moritz Schleiffelder

Als absoluter Ohrwurm erwies sich der Titel „Koffer“. Stimmungsgarant war auch „Sowiesowieso“. Von vielen im Publikum waren dies eindeutig die Favoriten. Aber auch Songs wie „Kreis“, der von geliebten Mitmenschen handelt, zu den denen man irgendwann den Kontakt verlor, sorgten für großen Applaus.


Kritische Töne sind ebenfalls ein wichtiger Bestandteil des Programms. So scheut sich der Künstler nicht davor, deutlich die Frage in den Raum zu stellen, wer denn in Deutschland vor wem flüchtet – mit direkten Anspielungen auf die Zeit der NS und dem aktuellen Thema Flüchtlingspolitik.


© Moritz Schleiffelder

Auch die moderne Gesellschaft bekommt ihr Fett in mehrfacher Hinsicht weg. Früher war alles besser, bei ihm waren dies die 90er. Sie waren so „herrlich langweilig“. Die Mauer war gefallen, es gab noch keine Handys und Social Media. Auch hier redet Mave Tacheles und führt die Nachteile der modernen Technik auf.


„Tohuwabohu“ kann man auch eindeutig als eine Zeitreise betrachten, nur eben springend durch etliche Jahrzehnte – eben wie es sich für ein Tohuwabohu gehört. So geht es auch zurück in die 80er Jahre, wo die damals revolutionäre „Neue Deutsche Welle“ den Schlager ablöste. Und wer weiß, wenn man jetzt mal ins Universum schaut, könnte Mave der Vorreiter für eine ganz neue Art von Liveerlebnis sein könnte. Also liebe Veranstalter und Theaterbesitzer, gebt diesem sehr intelligenten und einfühlsamen Programm eine Chance. Wir drücken fest die Daumen, dass Mave mit Lars bald durch die Repubilk tourt – und für ein ordentliches Tohuwabohu“ sorgen wird. Erste Termine gibt es auch schon:

Kulturviereck Hassloch, 28. April 2022 (Ticketinfo folgt)


kulturwerCK Eisenberg (Pfalz), 12. November 2022 (Ticketinfo folgt)


Theater im Pariser Hof, Wiesbaden, 27. Januar 2023 (Tickets bereits erhältlich)


Hier könnt ihr euch im Teaser ein Bild von dem Stück machen: