• Kevin Drewes

Julia Raich: DAFÜR steht ihr Schlagerr(a)ich


© Julia Raich

Am 7. Januar erschien das zweite Album von Julia Raich, die mit ihrem ganz eigenen Stil in Österreich und inzwischen auch hierzulande punkten kann. Dabei steht sie für Diversität und Offenheit gegenüber Menschen, die anders sind. Etwas, was auch im Jahr 2022 noch leider lange nicht selbstverständlich ist. Im Interview sprach die Sängerin mit uns über ihr neues Werk und den Anfängen ihrer Karriere.


Rasender Reporter: Vier Jahre nach deinem Debüt-Album „Elektrisches Fieber“ erschien kürzlich dein neues Werk "Mein Schlagerr(a)ich". Und das in diesen schwierigen Zeiten. Wie wichtig ist es deiner Meinung nach gerade jetzt positiv nach vorne zu blicken?


Julia Raich: "Absolut und ich habe auch gar keine andere Wahl, als das Album jetzt zu veröffentlichen. Die Musik beginnt in mir immer zu wachsen und muss dann auch nach draussen. Gerade in Zeiten wie diesen ist es wichtig, den Leuten etwas mit auf den Weg zu geben, wo sie auch mal an was anderes denken können."


Rasender Reporter: Du sagst es. Und obwohl momentan so wenig Auftritte sind, hälst du deine Fans über Social Media und deinen Videoblog auf den Laufenden. Wird es da für die Fans zum Release nachträglich noch eine Überraschung geben?


Julia Raich: "Genau, es wird meine Album-Releaseparty geben, die wegen Corona zwar nur für die Presse stattfinden kann, aber ich werde das natürlich alles für meinen Videoblog „Schlagerprinzessin on Tour“ dokumentieren. Da wird es eine Aufnahme geben, die dann alle anschließend anschauen können."


Rasender Reporter: Du bezeichnest dich ja selbst als Schlagerprinzessin. Wie regiert diese denn in ihrem Schlagerr(a)ich? Wenn man das neue Album so hört, geht es dort ja sehr bunt zu. Welche Message möchtest du den Menschen damit da draussen senden?


Julia Raich: "Das Motto ist unter anderem Diversität und sich zu zeigen. Ein Titel auf dem Album heißt „Lebe laut“, der sinnbildlich dafür steht, worum es auf dem Album geht: Sich nicht zu verstecken, zu dem zu stehen, was man ist. Und genau das mit Lebensfreude und viel Gefühl nach außen zu tragen. Das beschreibt mich als Person auch ganz gut."


Rasender Reporter: Auf dem Album hast du einen Titel namens „Vanille Eis“. Ist das tatsächlich auch deine Lieblingssorte? Ist das auch etwas, was für dich in keinem Sommer fehlen darf?


Julia Raich: "Zunächst einmal, ja. Vanille Eis steht in dem Fall auch für ein Lebensgefühl, weil es in dem Song darum geht, dass man sich darauf zurückbesinnen kann, dass man Luxus wie ein teures Auto oder tausend Paar Schuhe haben kann. Aber am Ende des Tages macht ein gemeinsames Vanille Eis mit Freunden am glücklichsten. Die schönsten Dinge sind oft die Einfachsten. Das habe ich die letzten zwei Jahre gelernt und sicherlich auch viele andere."


Rasender Reporter: Du hast dich ja schon in früher Kindheit für Sendungen wie den Musikantenstadl interessiert. Da soll deine Oma nicht ganz unschuldig dran gewesen sein…


Julia Raich: "Genau, ich komme aus einer sehr musikalischen Familie, wo eben auch unter anderem Musikantenstadl geschaut wurde. Da wurden mir schon sehr viele Wurzeln in diese Richtung gelegt, kann man sagen."


Rasender Reporter: Wie kam es denn dazu, dass du dann selbst den Schritt in Richtung eigene Schlagerkarriere gewagt hast?


Julia Raich: "Das hat denkbar lange gedauert, da ich viele Jahre lang in Musicals unterwegs gewesen bin. Wenn man mit seinen Emotionen und Gefühlen dahintersteht, ist das schon so ein bisschen wie Nackig machen, sag ich immer. Daher war das schon ein großer Schritt."